Die Schweiz darf nicht schweigen!

Stopp der USAID-Gelder führt zu humanitärem Kollaps

OeME-Beauftragte der Evangelisch-reformierten Landeskirchen schreiben an den Bundesrat:
(français: » www.oeme.ch/stop)
Die US-Regierung hat im Februar 2025 innerhalb weniger Tage die Auszahlung der Gelder der Behörde für Entwicklungszusammenarbeit USAID weltweit gestoppt, Mitarbeitende entlassen und Büros geschlossen. USAID war bis anhin eine der grössten Organisationen und Geldgeberinnen in Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit weltweit. Hilfsgüter wie Wasser, Nahrung, Medizin und Unterkünfte für Menschen in Notsituationen können plötzlich nicht mehr vermittelt werden, was vor allem Frauen und Kinder betrifft. Weltweite Bemühungen zu Frieden und Armutsbekämpfung sind bedroht. Auch die finanzielle Unterstützung von Organisationen der UNO wird von der US-Regierung reduziert.

Aufruf an den Bundesrat

Wir sind überzeugt, dass Menschen in gefährdeten Regionen Anrecht auf humanitäre Hilfe haben und dass diese Hilfe unabdingbar ist, um unnötiges Leid zu verringern, Eskalationen von Konflikten zu bremsen und Initiativen vor Ort zur Überlebenssicherung zu gewährleisten. Denn das Beenden der Unterstützung von USAID in Krisenregionen zerstört aufgebaute Strukturen, verunmöglicht die Mitwirkung erfahrener Fachleute und destabilisiert betroffene Regionen mit weltweiten Auswirkungen, was auch für die Schweiz ein erhebliches Sicherheitsrisiko bedeuten kann.

Die Schweiz steht als Hüterin der Genfer Konventionen und als Sitz zentraler UNO-Hilfsorganisationen in einer langjährigen Verpflichtung und leistet einen wichtigen Beitrag für eine friedliche Weltgemeinschaft.

Die Weltgemeinschaft hat sich zur Einhaltung der Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 verpflichtet, die Armutsbekämpfung und eine nachhaltige Entwicklung miteinschliessen. Auch die USA und die Schweiz gehören zu den Unterzeichnenden. Der Stopp der USAID-Gelder ist ein Affront gegen diese internationale Vereinbarung und ein Angriff auf die Rechtsstaatlichkeit.

Als Kirchen und Kirchenmitglieder in der Schweiz setzen wir uns seit Jahren auch im Sinne der Agenda 2030 weltweit für das Recht auf ein Leben in Würde und Sicherheit ein und sensibilisieren die Bevölkerung dafür solidarisch zu handeln Die aktuelle Ökumenischen Kampagne der Kirchen setzt sich in der Zeit bis Ostern speziell für das Recht auf Nahrung ein.
Dieser abrupte Rückzug von USAID wirkt sich verheerend auf die Entwicklungszusammenarbeit aus, zerstört aufgebaute Strukturen und vernichtet die Friedensbemühungen auch von Kirchen und der Zivilgesellschaft.

Deshalb bitten wir den Bundesrat eindringlich, sich umgehend für eine nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit, für die Umsetzung der Agenda 2030 einzusetzen und in besonderem Masse die humanitäre Arbeit der UNO in Genf zu stärken.

Wir können angesichts dieser Situation nicht schweigen und ersuchen den Bundesrat, sich im beschriebenen Sinne für das Wohl der Menschen weltweit und in der Schweiz einzusetzen.
» vgl. auch: Offener Brief an Bundesrat Ignazio Cassis auf heks.ch (nach unten scrollen)

Als weiterer Schritt sammeln nun die OeME-Fachstellen Namen und kirchliche Gremien, um ihren Aufruf auf Ende April an Bundesrat Ignazio Cassis einzureichen - verbunden auch mit einem Dank für alles, was er diesbezüglich unternimmt.
Erstunterzeichnende: Kantonalkirchliche Beauftragte und OeME-Fachstellen:
Heinz Bichsel, 3000 Bern, Fachstelle OeME/Fokus Welt, Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn
Doris Brodbeck, 8226 Schleitheim, Dr. theol., OeME-Beauftragte Evang.-ref. Kirche Kanton Schaffhausen
Simone Bulach, 6330 Cham, Kirchenrätin Reformierte Kirche Kanton Zug
Daniel Frei, 4055 Basel, Pfarrer Dr. theol., ev.-ref. Pfarramt für weltweite Kirche BL/BS
Rita Gianelli, 7000 Chur, Kirchliches Leben, Migration und Weltweite Kirche, Ev.-ref. Landeskirche Graubünden
Martina Hausheer-Kaufmann, 8867 Niederurnen, OeME Beauftragte der Reformierte Kirche im Kanton Glarus
Bettina Lichtler, 8049 Zürich, Fachverantwortliche für "Beziehungen und Ökumene" der Ev.-ref. Landeskirche des Kantons Zürich
Martina Richers, 5001 Aarau, Oeme-Beauftragte sowie Leitung der Fachstelle Weltweite Kirche der Reformierten Landeskirche Aargau
Susanne Schneeberger, 3000 Bern, Fachstelle OeME/Fokus Welt, Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn

Unterzeichnende von 20 kirchlichen Gremien:
Ref. Gesamtkirchgemeinderat Biel-Bienne, 2500 Biel
Kirchgemeinde Pilgerweg Bielersee, 2513 Twann, Kirchgemeinderat
Ev.-ref. Kirchgemeinde Petrus, 3006 Bern, Kirchgemeinderat
Kirchgemeinde Frieden, 3007 Bern, Kirchgemeinderat Frieden
femmes protestantes, 3011 Bern
Kirchgemeinderat Nydegg, 3011 Bern
Reformierte Kirchgemeinde Paulus, 3012 Bern, Kirchgemeinderat
Reformierte Kirchgemeinde Zollikofen, 3052 Zollikofen, Kirchgemeinderat
Ref. Kirchgemeinde Rüeggisberg, 3088 Rüeggisberg, Kirchgemeinderat Rüeggisberg
Reformierte Kirchgemeinde Wichtrach, 3114 Wichtrach, Kirchgemeinderat
Reformierte Kirchgemeinde Zofingen, 4800 Zofingen, Pfarr- und Diakoniekonvent
Reformierte Kirche Baden plus, 5420 Baden, Kirchenpflege
Reformierte Kirche Steinhausen, 6312 Steinhausen, Bezirkskirchenpflege
Evang.-ref. Landeskirche Graubünden, 7000 Chur
Evang.-ref. Kirchgemeinde Zürich, 8004 Zürich, Kirchenpflege
Reformierte Kirche Kanton Zürich, 8024 Zürich, Kirchenrat
Evangelisch-reformierte Kirche Hallau SH, 8215 Hallau, Kirchenstand
Evangelische Kirchgemeinde Uznach und Umgebung, 8730 Uznach, Kirchenvorsteherschaft
Evang.-ref. Kirche des Kantons St. Gallen, 9000 St. Gallen, Kirchenrat
Evang.-ref. Kirchgemeinde Unteres Toggenburg, 9606 Bütschwil, Kirchenvorsteherschaft

Die weiteren 585 Unterzeichnenden finden sich unter dem Formular. » Unterzeichnende

Dokumente

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