Interkulturelle Gebete aus Basel

Basler Gebetbuch<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>oeme.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>268</div><div class='bid' style='display:none;'>2833</div><div class='usr' style='display:none;'>33</div>

Ein neues Gebetbuch mit aktuellen Texten aus vorwiegend evangelischen Kirchen aus Europa, Zentral- und Südamerika, Afrika und Asien und vereinzelt auch von orthodoxen und katholischen Kirchen. Es finden sich Gebete zu Hoffen und Leiden, Gebete zu den Jahrestagen bis hin zu Gebeten mit lokalem Bezug zu Basel.
Doris Brodbeck,
Der Herausgeber Daniel Frei vom Pfarramt für Weltweite Kirche konnte durch seine weltweite Vernetzung Geistliche und Laien aus vorwiegend evangelisch-reformierten und fremdsprachigen evangelischen Freikirchen zur Mitarbeit am Gebetbuch zu gewinnen.

Daniel Frei, Hans-Adam Ritter (Hg.): Du weisst, wer wir sind. Zürich, tvz 2018.
ISBN:978-3-290-18179-6.

Buchbesprechung (zvg)
Schon lange nicht mehr habe ich ein theologisches Buch so gerne in die Hand genommen und darin gelesen. Es handelt sich nicht um eine wissenschaftliche oder pastorale Abhandlung über ein Thema der Bibel oder der Theologie. Aber das Buch ist wunderbare Theologie: Rede von Gott und vor allem Rede mit Gott. Und es lotet diese Beziehung und die Vielfalt menschlicher Existenz bis in die Tiefe aus. Die Lektüre berührt, sie stellt mich immer wieder neu vor das Geheimnis des Ewigen und offenbart mir dessen Treue und Barmherzigkeit.

Die Rede ist vom neuen Basler Gebetbuch. Es erschien zum ersten Mal vor 10 Jahren und bestand aus Gebeten der Basler Pfarrerschaft und aus Meditationen von Basler Autorinnen und Autoren. In der neuen Ausgabe fehlen einige Texte von damals, viele sind neu, am wichtigsten sind wohl die Beiträge von Mitgliedern der Basler Migrationskirchen. So bildet das Gebetbuch auch die heutige Vielfalt des Basler Kirchenlebens aus protestantischer Ökumene mit Reformierten, Lutheranern, Anglikanern, Methodisten, Pfingstlern samt einzelnen orthodoxen und katholischen Stimmen ab. Pfr. Daniel Frei vom Pfarramt für Weltweite Kirche in Basel und Baselland hat die Gebete aus den Migrationskirchen gesammelt. In ihnen begegnen mir beeindruckende Schicksale. Und sie werfen ein ganz neues Bild auf meine Stadt Basel. Aber gerade auch Gebete von Laien aus Basler Kirchgemeinden oder Texte von Autorinnen und Autoren, die nicht zum kirchlichen «Kuchen» gehören, sprechen mich an.

Der Titel stammt aus einem Gebet von Karl Barth, aus der Zeit, als Barth nur in der Basler Strafanstalt predigte. Er fasst den Geist dieses Gebetbuchs zusammen: wie wir – vielfältige und unterschiedliche Menschen – mit unserer ganzen Existenz vor Gott stehen, ohne seine Gnade verloren wären, es aber eben gerade nicht sind. Ein kleines Pionierwerk mit grosser Ausstrahlung ist entstanden. Das ist ein Buch, das Freude macht. Es wäre ein gutes «Inselbuch».

Pfr. Hans Rapp, Basel
 
Bereitgestellt: 10.12.2018    
aktualisiert mit kirchenweb.ch