Marga Bührig Preis geht an Europäisch-Afrikanischen Dialog

Nous avons un désir (2017) —  Edition Tsena Malalaka<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>oeme.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>287</div><div class='bid' style='display:none;'>2627</div><div class='usr' style='display:none;'>121</div>

Am 4. November wird in Basel der Marga Bührig Preis an vier Theologinnen aus Afrika und der Schweiz verliehen für ihr gemeinsames Buch: Nous avons un Désir. Die Preisverleihung geschieht im Rahmen des Symposium "Gerechtigkeit leidenschaftlich suchen" im Missionshaus in Basel, zusammen mit dem Forum für Zeitfragen. Eine weitere Buchpräsentation gibt es in der DenkBar in St. Gallen am 5. November, 13.45 Uhr.
Die Theologinnen Verena Naegeli, Josée Ngalula, Ina Praetorius und Brigitte Rabarijaona erhalten für ihre Buchpublikation zu einem spannenden, interkulturellen Dialog den Marga Bührig-Preis 2017. Ausgezeichnet wird der von den Gewinnerinnen verfasste und 2015 erschienene Sammelband «Nous avons un désir. There is Something we long for».

Die Theologinnen suchen das Gespräch miteinander darüber, was sie sich wünschen, was sie für die Welt, die Kirchen, die Theologie erhoffen und wie sie sich die Zukunft vorstellen können. Sie lassen sich von biblischen Texten inspirieren und suchen Wege, um mit Widersprüchen, Differenzen oder Bedrohungen umzugehen. Das Buch entstand im Rahmen von tsena malalaka – dem Austauschforum für Theologinnen aus Afrika und Europa. Über die Länder, Kontinente und Konfessionen hinweg tauschen sich die Theologinnen aus über das, was sie bewegt.

Der Marga Bührig-Preis wird alle zwei Jahre an Forscherinnen verliehen, die einen Beitrag zur feministischen Befreiungstheologie leisten. Er ist mit 5000 Franken dotiert. Marga Bührig, eine der Pionierinnen der feministischen Theologie in der Schweiz, hat sich in der weltweiten Kirche und in der Schweiz für Gerechtigkeit und eine befreiende Theologie eingesetzt.

Die Preisverleihung findet am 4. November in Basel statt.
SYMPOSION UND PREISVERLEIHUNG
GERECHTIGKEIT LEIDENSCHAFTLICH SUCHEN

Die Marga Bührig Stiftung lädt ein und bittet um eine Anmeldung für das Mittagessen
und Apéro: . Symbolischer Beitrag: Fr. 30.- an der Tageskasse.

Aktuell beobachten wir besorgniserregende Entwicklungen in Europa und
weltweit: Nationalistische Bewegungen schüren Angst und Fremdenhass.
Rechtskonservative und christlich-fundamentalistische Kreise beschwören
reaktionäre Rollenbilder und traditionelle Familienmodelle, bekämpfen
Gender-Studies und stellen Errungenschaften der Frauenbewegung in Frage.
Was setzen feministische Befreiungstheologinnen dieser Situation entgegen?
Wo gibt es Bewegungen, mit denen sie sich verbinden können?
Welche feministischen und befreiungstheologischen Strategien sind hilfreich,
damit sich ein „gutes Leben für alle“ entwickeln kann?

Auf einem Podium sollen diese Fragen aufgegriffen und Handlungsfelder
aufgezeigt werden, um unsere gemeinsame Handlungsfähigkeit zu stärken.

Es diskutieren Preisträgerinnen früherer Jahre:
Dr. Béatrice Bowald, Ethikerin, Schwerpunkte:
Gleichstellung in der Arbeitswelt, gerechte Wirtschaft, Frauenrechte
Prof. Dr. Claudia Janssen, Neutestamentlerin, Schwerpunkte:
Gender, Geschlechtergerechtigkeit, Bibel und Religion
Dr. Eske Wollrad, feministische Theologin, Schwerpunkte:
Rassismus, Kultur und Religion, Postkolonialismus
Moderation: Judith Wipfler, Theologin, Redaktorin Radio SRF 2

Samstag, 4. November 2017
9.30 – ca. 16 Uhr, Mission 21, Missionsstr. 21, 4003 Basel
09.30 Uhr Begrüssung, Kaffee, Tee
10.00 Uhr Podium mit früheren Preisträgerinnen des Marga Bührig-Förderpreises
12.15 Uhr Lunch
14.00 Uhr Preisverleihung 2017 mit Rede der Preisträgerin
15.30 Uhr Apéro

» Weitere Buchpräsentation in der DenkBar in St. Gallen am 5. November 13.45 Uhr.


Marga Bührig Preis:» http://www.marga-buehrig.ch/foerderpreis/aktuelle-preisverleihung/
 
Autor: Doris Brodbeck     Bereitgestellt: 29.09.2017    
aktualisiert mit kirchenweb.ch