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Klimakonferenz - 600 Kirchen haben geläutet
Im Schaffhauser Münster konnte man sogar von Hand die Protestglocke läuten. Sie heisst Protestglocke, weil sie gegen das magische Verständnis der berühmten Schillerglocke protestiert: "Ich breche nicht die Blitze" - sie ruft vielmehr zum Gebet auf - und zum Handeln. Von Doris Brodbeck, doris.brodbeck@oeme.ch » für Tagesschaubericht (hier klicken)
Zwar haben sich einige Kantonalkirchen vom Glockengeläut distanziert, das der Ökumenische Rat der Kirchen weltweit zur Klimakonferenz anregte. Trotzdem finden die Kirchen das gemeinsame Vorgehen in der Klimapolitik entscheidend für die Zukunft und unterstützen das Anliegen durch Fürbittegebete. An einigen Orten werden aber auch Glocken läuten - so im Kanton Schaffhausen in einem Drittel der Kirchgemeinden und im Appenzellerland gar 18 von 20 Kirchgemeinden der Evangelischen Landeskirche sowie auf katholischer Seite sind alle grossen Gemeinden.
Unten findet sich ein Ordner mit folgenden Materialien von Brot für alle und Schweizerischem Evangelischem Kirchenbund:
- Kanzelaufruf: Vorschlag eines Textes, der im Gottesdienst am 13.12.2009 verwendet werden kann, unabhängig davon, ob die Glocken läuten oder nicht.
- Liturgische Bausteine: Elemente zur Gottesdienstgestaltung am 13.12.2009, zusammengestellt von Otto Schäfer, ITE SEK.
- 2 Plakatvorlagen: Hinweisplakate für den 13.12.2009 (einmal mit bzw. ohne erläuternden Text), zum selber ausdrucken
- Weiterführende Informationen: Eine Liste mit Links zu Websites, die weiterführendes Material zum Thema Klima und Glockenläuten bieten.
- Kollektenvorschlag: Vorschlag für Kirchgemeinden, die die Kolltekte vom 13.12.2009 noch keinem Zweck bestimmt haben.
Brief des SEK und der Bischofskonferenz » link
Gerne werden hier auch Links zu Liturgien/Gebeten aufgenommen. Bitte der Autorin melden.
Mitteilung, Fürbitte und Fürbittelied zum 13. Dezember
Die UN-Klimakonferenz tagt vom 7. bis 18. Dezember in Kopenhagen. Ziel der Verhandlungen ist es, eine neue Vereinbarung zu finden, um den Klimaschutz weltweit umsetzen zu können. Die Hilfswerke und mit ihnen auch unser Hilfswerk Brot für alle fordern: Die Schweiz muss bis 2020 rund 40 Prozent des CO2-Ausstosses im Inland reduzieren und im gleichen Umfang eine Reduktion im Ausland ermöglichen. Der Bundesrat will jedoch nur 10 Prozent im Inland reduzieren und dazu Klimazertifikate einkaufen, die andere Länder erbringen. Das Anliegen der Hilfswerke ist es jedoch, dass die Industriestaaten, die auch die meisten CO2-Gase erzeugen, auch am meisten für deren Abbau tun.
Mitten im Advent findet die UN-Klimakonferenz statt. Sie ist mit grossen Hoffnungen verbunden, gemeinsam etwas gegen die Klimaerwärmung unternehmen zu können. Sie steht aber auch in Gefahr, am fehlenden Engagement der Industriestaaten zu scheitern. Mit einem Gebet und einem Lied bitten wir Gott um die Bewahrung seiner Schöpfung und um den Mut für die Menschen und Nationen, die nötigen Schritte zu unternehmen. Europaweit läuten auch einzelne Kirchen heute um 15 Uhr die Glocken, um der Betroffenheit über die Folgen der Klimaveränderungen Ausdruck zu verleihen.
Fürbitte
Gott, du sendest mit deinem Sohn deinen Geist in die Welt – sende ihn auch zu den Verhandlungen in Kopenhagen, damit die Nationen Entscheidungen für einen wirksamen Schutz des Klimas treffen können. Zeig uns, wie wir als Industrienationen für das Klima Verantwortung tragen und wie wir die Auswirkungen auf die Länder des Südens lindern können.
O Gott, hilf uns, im Seufzen der Schöpfung nicht den Tod, sondern die Wehen einer Geburt zu sehen.
Gott, komm uns nahe, damit wir die Weisheit und den Mut bekommen, alles zu tun, was für die Bewahrung deiner Schöpfung wichtig ist.
Lass uns deiner Erde Sorge tragen, damit sie zu deiner Wohnung werde und zu einem Zuhause für uns Menschen.
Zerbrich die Ketten unseres Alltags und sende uns den Geist und die Kraft, die unsere Welt erneuern kann – die Erde und alle die auf ihr wohnen.
Amen
Lied 835 Gib uns Weisheit, gib uns Mut
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